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Antrag Pflegeversicherung

Für den Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung ist es besonders wichtig, ihn so frühzeitig wie möglich zu stellen, denn Sie erhalten die Zuschüsse erst ab dem Datum der Antragstellung. Die rückwirkende Bewilligung von Pflegegeld ist ausgeschlossen.

Der Antrag kann zunächst formlos per Telefon bei Ihrer Pflegekasse gestellt werden: "Ich stelle hiermit einen formlosen Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung. Bitte halten Sie das heutige Datum als Antragstellungstermin fest." Fordern Sie gleichzeitig in diesem Telefonat die Formulare für den Antrag bei den Pflegekassen an. Zusätzliche ärztliche Unterlagen benötigen Sie für die Antragstellung zunächst nicht.

Um den Umfang der nötigen Pflege einzuschätzen, wird ein Gutachter bei einem Hausbesuch den Umfang der Pflegebedürftigkeit feststellen. Hierbei sollte er den Pflegebedürftigen in einer ganz normalen Alltagssituation erleben. Halten Sie möglichst Fotokopien der Krankenberichte des Krankenhauses oder des behandelnden Arztes bereit. Wichtige Informationen sollten Sie dem Gutachter von sich aus mitteilen.

Entscheidend für die Eingruppierung in die Pflegestufen ist die Zeit, die Sie für die Betreuung Ihres Angehörigen täglich benötigen. Um Ihnen die Einschätzung des Zeitaufwandes zu erleichtern, ist es hilfreich, wenn Sie einige Tage lang ein Pflegetagebuch führen. Hier listen Sie auf, bei welcher Tätigkeit Sie behilflich waren und wie viel Zeit dies in Anspruch genommen hat.

Ein Beispiel für ein Pflegetagebuch finden Sie beim Sozialverband Deutschland unter: http://www.sovd.de/fileadmin/downloads/broschueren/pdf/pflegetagebuch.pdf

Falls Ihr Angehöriger erst aus dem Krankenhaus entlassen wird und Sie noch keine Erfahrungen sammeln konnten, wie lange seine Pflege dauern wird, hat die Pflegeversicherung eine Orientierungshilfe entwickelt, die durchschnittliche Pflegezeiten ermittelt hat. Ausschlaggebend bleibt jedoch immer der tatsächliche Pflegeaufwand. Da es manchmal schwierig ist, die Pflegezeit richtig abzuschätzen und sich der Pflegeaufwand im Lauf der Zeit verändern kann, ist es jederzeit möglich, einen Neuantrag bzw. einen Antrag auf Höherstufung zu stellen.

Ausführliche Informationen zur Antragstellung und Begutachtung finden Sie in der Broschüre  Ratgeber zur Pflege des Bundesgesundheitsministeriums. Die Broschüre kann auch kostenlos angefordert werden

 

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